Praxis der präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die enge Zusammenarbeit mit Schulen ist für uns ein Schwerpunkt präventiver Arbeit gegen sexuelle Gewalt an Kindern. Unsere Konzepte und Projekte beinhalten neben Informationen für Eltern und Lehrerinnen vor allem die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Praxis der präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Das "Mutmach" Projekt

Präventive Arbeit mit GrundschülerInnen bedarf jedoch besonderer Voraussetzungen. Um mit Kindern über sexuelle Gewalt sprechen zu können, brauchen sie eine Sprache für die Bereiche Körper und Sexualität. Daher würden wir es begrüßen, wenn die Sexualerziehung vom ersten bis zum vierten Schuljahr durchgehend zum Thema gemacht würde – jeweils altersentsprechend vermittelt. Damit wäre eine gute Grundlage gelegt, mit SchülerInnen ab der ersten Klasse bereits auch sexuelle Gewalt zu thematisieren und Hilfsmöglichkeiten zu besprechen. So haben wir 2001 ein Mutmach-Projekt entwickelt, das die relevanten Themenbereiche Gefühle, Berührungen, Grenzen, und Hilfe holen altersgerecht bearbeitet und ab Klasse 1 eingesetzt werden kann. Dieses Projekt erfordert eine enge Zusammenarbeit mit der/dem KlassenlehrerIn. Jeder Themenblock wird von uns in einer Doppelstunde einleitend begonnen und dann von der Lehrkraft fortgeführt. Unsere regelmäßige Einführung in den jeweils neuen Themenbereich stellt damit eine kontinuierliche präventive Arbeit durch alle Jahrgänge sicher.
Die Kinder werden ganzheitlich gestärkt, lernen sexuelle Gewalt als solche schneller zu erkennen und können sich eher entsprechende Hilfen holen.

Die Präventive Arbeit an weiterführenden Schulen

Die Arbeit mit SchülerInnen an weiterführenden Schulen kann besonders im Rahmen der Sexualerziehung, aber auch bei Projekt- und Thementagen, sowie in den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Biologie, Ethik etc. erfolgen.
Inhaltlich geht es bei den Unterrichtsbesuchen in den Klassen zunächst um das Selbstbestimmungsrecht von Kindern und Jugendlichen über ihren Körper, ihre Gefühle, Grenzen und Grenzverletzungen. Wichtig ist uns, die Schulklassen in unsere Beratungsstelle einzuladen. Damit können mögliche Schwellenängste abgebaut und Unsicherheiten im Vorfeld ausgeräumt werden. Inhaltlich steht die Erarbeitung von Hilfsstrategien bei sexueller Gewalt im Vordergrund. Darüber hinaus wird den Kindern und Jugendlichen vorgestellt, wie der Verein Sag`s e.V. betroffenen Kindern hilft.
Wir freuen uns über Anfragen von weiterführenden Schulen und sind auch immer an weiteren Formen der Zusammenarbeit interessiert. Für die praktische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, sowie die begleitende Arbeit mit den LehrerInnen entstehen keine Kosten.

Präventive Arbeit im freizeitpädagogischen Bereich

Neben der Zusammenarbeit mit Schulen ist es uns wichtig, auch in Jugendhäusern und Freizeittreffs von Kindern und Jugendlichen präsent zu sein. Die besonderen Bedingungen dieser Einrichtungen (Freiwilligkeit, wechselnde Gruppenzusammensetzung, breites Programmangebot) erfordern wiederum entsprechende Konzepte. Diese schließen neben der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Fort- und Weiterbildungsangebote für die MitarbeiterInnen ein. Wir entwickeln auf Anfrage und in Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen MitarbeiterInnen ein entsprechendes Projekt für die jeweilige Zielgruppe.

Präventive Arbeit im freizeitpädagogischen Bereich