Insgesamt

hat Sag’s e.V. im vergangenen Jahr 104 Kinder und Jugendliche beraten und unterstützen können. Davon waren 63 Mädchen und 41 Jungen. Darüber hinaus wurde unser Beratungsangebot von insgesamt 114 Bezugspersonen der betroffenen Kinder und Jugendlichen genutzt.

Unser Klientel
Sag’s e.V. ist nicht nur durch die kontinuierliche Arbeit mit von sexueller Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen einer breiten Öffentlichkeit in und um Langenfeld bekannt. Auch durch die wertvolle Arbeit des Präventionsbereichs der Beratungsstelle erfahren jedes Jahr immer mehr Menschen von unserem Angebot. Dies führt dazu, dass es Kindern und Jugendlichen leichter fällt, sich an uns zu wenden.
Die Zusammenarbeit mit weiteren Professionellen, die in diesem und themenverwandten Gebieten arbeiten, verhilft zu einer guten Vernetzung und erleichtert den Betroffenen ebenfalls, von uns zu erfahren und den Kontakt zu uns aufzunehmen.

  • Mehr Mädchen als Jungen

Es sind allgemein mehr Mädchen als Jungen von sexueller Gewalt betroffen. Zu berücksichtigen ist aber auch, dass es Jungen aufgrund ihrer Sozialisation und den bestehenden gesellschaftlichen Erwartungen häufig schwerer fällt, sich Hilfe zu holen.

  • Alter der ratsuchenden Betroffenen

Die größte Gruppe der Betroffenen, die sich an die Beratungsstelle wenden, sind Jugendliche. Einige finden den Weg zu uns alleine, ohne dass eine Bezugsperson den Kontakt herstellen muss. Ein Teil der Jugendlichen sucht bei uns Hilfe, weil sie aktuell sexuelle Gewalt erlebt haben bzw. erleben. Andere haben in ihrer Vergangenheit sexuelle Übergriffe erlitten und suchen jetzt Rat und Unterstützung.
Sexueller Missbrauch findet am häufigsten im Kindergarten- oder Grundschulalter statt. Betroffene Kinder brauchen verständlicherweise eine wachsame Bezugsperson, die bei Verdacht den Kontakt zu Sag's e.V. herstellt. Weil Kinder selten in der Lage sind, sich zu öffnen, solange sie sexueller Gewalt noch ausgesetzt sind, und somit auf aufmerksame Außenstehende angewiesen sind, ist diese Gruppe in unseren Zahlen etwas weniger vertreten.

Regionale Verteilung unserer Klientinnen
Aufgrund der finanziellen Engpässe von Kommunen und Ländern ist es interessant zu sehen, woher die meisten KlientInnen der Beratungsstelle kommen. Aus Langenfeld, das sich vorbildlich an der Finanzierung der Beratungsstelle beteiligt, kommt auch tatsächlich der größte Teil der Personen, die sich an die Beratungsstelle wenden. Direkt darauf folgt Monheim. Aus Hilden und Leverkusen kommen ebenfalls Klientinnen in die Beratungsstelle, da dort z.T. kein spezialisiertes Angebot vorliegt.
Ein weiterer Grund, warum sich Klienten z.T. aus dem größeren Umkreis Langenfelds und Monheims an uns wenden, ist auch, dass wir keine langen Wartezeiten haben und für eine Krisenintervention auch kurzfristig zur Verfügung stehen.