Daten und Fakten

Trotz einer intensiveren Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit bestehen zum Thema „sexuelle Gewalt“ in der Bevölkerung noch viele Irrtümer. Deshalb zeigen wir hier einige Daten und Fakten auf, die uns wissenswert erscheinen.

Unsere Definition

Grundsätzlich sind Kinder in ihrer Entwicklung immer auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen und von diesen abhängig. Sie brauchen Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Hilfe, Schutz und Sicherheit, um leben und wachsen zu können.Die Erwachsenen müssen daher die Verantwortung für das Wohlergehen der Kinder übernehmen.

Verschiedene Formen

Es gibt viele verschiedene Formen sexueller Gewalt. Auch für Außenstehende auf den ersten Blick „harmlos“ wirkende Handlungen wie anzügliche Blicke, entwürdigendes Reden oder das scheinbar zufällige Berühren der Geschlechtsorgane, sind schon Formen sexueller Gewalt. Nicht selten sind solche Handlungen der erste Schritt zu späteren massiven sexuellen Übergriffen. Sexuelle Gewalt beginnt dort, wo Mädchen oder Jungen anfangen, sich unwohl oder belästigt zu fühlen.

Typische Kennzeichen

Täter kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Oft zieht sich der Missbrauch über viele Jahre hin. Die Handlungen sind vom Täter beabsichtigt. Er hat sie geplant, bewusst herbeigeführt und bestimmte Situationen arrangiert. Häufig sind die ersten Übergriffe für das Kind nicht einzuordnen, sie erscheinen dem Kind zufällig zu geschehen oder offenbar üblich zu sein. Manche Mädchen oder Jungen erleben über viele Jahre hinweg sexuelle Gewalt, wobei sich der Grad der Gewalttätigkeit und die Intensität der sexuellen Übergriffe meist steigern.

Mögliche Folgen

Ein von sexueller Gewalt betroffenes Kind darf nicht reden, kann aber die Situation nicht aushalten. Deshalb versucht es, sich anders auszudrücken. Von außen sehen wir dann oft auffällige Verhaltensweisen. Diese Auffälligkeiten sind aber normale Reaktionen auf unnormale Situationen. Die bisherige Welt ist durcheinander gebracht. Die Betroffenen müssen die sexuelle Gewalt irgendwie überstehen und finden dafür individuelle Reaktionen. Wir betrachten diese Verhaltensauffälligkeiten als persönliche Überlebensstrategien der Kinder und Jugendlichen.